
Das Fraud-Forum Blackwire.to versuchte mit einem neuen Konzept für weiterhin Seriosität zu sorgen. Doch das Vorhaben » Teilnehmer zur Kasse zu bitten « scheiterte schnell. Was steckt hinter dem gescheiterten Experiment und warum funktioniert das Konzept nicht?
Server-IP öffentlich einsehbar - Blackwire.to weicht ins Tor-Netzwerk aus
Anfangs war das illegale Angebot noch im Clearnet zugänglich, allerdings nachdem die IP-Adresse des Webservers bekannt wurde, zog man schnell ins Tor-Netzwerk um. Dort konnten sich Nutzer das Forum nur von außen ansehen und für den Erwerb illegaler Dienste oder Waren musste man 50 EUR in Form von Bitcoin an die Betreiber zahlen.
Fachmann erklärt: Gute Idee, schlechte Umsetzung
Das Ziel von Blackwire.to war es, ein ernsthaftes Publikum anzulocken und den üblichen "Kindergarten" außen vor zu lassen. Mit der Bezahlschranke sollten Abzocker abgeschreckt werden doch ob dies funktioniert hätte ist fraglich. Ein Aussteiger aus dem Cybercrime-Bereich empfiehlt, ein solches Forum nur auf Einladungsbasis zu betreiben und die Hürde auf 500 EUR zu erhöhen.
Abzocke bei Blackwire.to?
Unklar ist, ob die angemeldeten Nutzer ihr Geld zurückerhalten haben, anschließend das Forum wahrscheinlich wegen mangelnder Teilnehmerzahl eingestellt wurde. Neue Fraud-Foren sind extrem kurzlebig und haben es schwer, ein deutschsprachiges Publikum anzulocken.
Kommentare
: Bezahlschranke als Abschreckung unwirksam
Das gescheiterte Experiment von Blackwire.to zeigt, dass eine Bezahlschranke allein nicht ausreicht um Abzocker auszuschließen. Ein Forum auf Einladungsbasis mit einer höheren Hürde könnte weiterhin Erfolg versprechen, allerdings ebenfalls hier ist kein hundertprozentiger Schutz möglich. Neue Fraud-Foren haben es generell schwer, sich gegen etablierte Plattformen wie CNW oder Crimemarket durchzusetzen.