
Das Google Pixel 4 bietet nicht die beeindruckendste Kamera-Hardware in einem Smartphone. Im vergangenen Jahr konnten andere Flaggschiffe mit fünffach optischem Zoom begeistern, bei Google gab es dahingegen nur zwei einfach Sensoren auf der Rückseite. Dass das Pixel 4 überhaupt mit der Konkurrenz mithalten konnte war auch der Verdienst von Marc Levoy. Er war der Kopf des Teams für Computational Photography bei Google und arbeite an Features wie dem Astromodus, Portraiteffekten und HDR+. Diese Expertise hat Levoy mitgenommen, als er am Anfang des Jahres Google verließ. Seine nächste Karriere startete er dann bei Adobe. Diese Firma gab nun bekannt, dass Levoy an einer universellen Kamera-App arbeitet.
Mit Photoshop Camera gibt es schon ein Kameraprogramm von Adobe, welches dazu vollkommen kostenlos erhältlich ist. Dieses legt allerdings den Fokus nicht auf das bedienen der Kamera, sondern auf sehr ausgefallene Effekte. Durch künstliche Intelligenz werden hier Fotos nach der Aufnahme komplett neu in Szene gesetzt, eine Funktion die weit über den gewöhnlichen Filter hinausgeht. Laut Adobe wird Levoy auch mit dem Team von Photoshop Camera zusammenarbeiten, möglicherweise liegt der Fokus also auf dieser App. Genauere Informationen rückt der Software-Hersteller allerdings noch nicht heraus.
Bei Google hat Levoy neben den Pixel-Smartphones auch an einer Reihe weiterer Projekte mitgearbeitet. Unter anderem an der Kamera der Google Glass Explorer Edition. Diese smarte Brille könnten schon in naher Zukunft ein Revival erleben. Seit Kurzem gibt es Hinweise auf eine neue Verbraucher-Edition der Brille, die im Jahr 2012 vorgestellt wurde. Damit reagiert Google vermutlich auf Gerüchte zu einer AR-Brille von Apple.
Quelle: The Verge
Kommentare