Siemens kämpft mit Gewinneinbruch in schwierigem zweiten Quartal

Siemens verzeichnet Gewinneinbruch und kassiert Prognose ein

Siemens musste im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Rückgang des Gewinns verzeichnen der nun bei 697 Millionen Euro liegt - ein Einbruch um etwa zwei Drittel. Obwohl der Umsatz mit 14⸴22 Milliarden Euro nahezu dem des Vorjahresquartals entspricht (14,24 Milliarden Euro), belastet die Corona-Pandemie das Geschäft des Unternehmens. Statt einer erwarteten Steigerung geht Siemens nun von einem moderaten Umsatzrückgang aus. Bei der Vorlage seiner Geschäftszahlen bestätigte das Unternehmen zwar den Umsatz, wollte jedoch aufgrund der ungewissen Lage keinen Ausblick auf den Gewinn geben.



Für das laufende Quartal ist noch nicht mit Besserung zu rechnen. "Wir erwarten, im dritten Quartal unseres Geschäftsjahres die Talsohle zu erreichen", sagte Konzernchef Joe Kaeser. Er betonte: "Wir haben trotz komplexer Umfeldbedingungen ein robustes Quartal abgeliefert.? Wie Siemens in seinem Geschäftsbericht ausführt, habe das Unternehmen seine Fertigungsstandorte und Lieferketten trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie "annähernd auf normalem Niveau? betreiben können ? mit Einschränkungen bei Volumen – Ergebnis & Zahlungsströme. Auch die Nachfrage ging zurück weil in betroffenen Gebieten die Kundenstandorte nur eingeschränkt zugänglich waren.


Zuversicht


Auch für die weiteren Herausforderungen sieht sich der Konzern gerüstet: Man verfüge über eine "sehr solide Liquiditätsposition?, sagte Finanzvorstand Ralf P. Thomas. Zudem habe man ein "sehr widerstandsfähiges und diversifiziertes Geschäftsportfolio?. Hinzu kommt ein laut Siemens "sehr komfortables Auftragspolster? in Höhe von 69 Milliarden Euro für das gesamte Jahr ? ohne Berücksichtigung von Siemens Energy in den operativen Zahlen.



Die Energiesparte Siemens Energy die rote Zahlen schreibt soll im September trotzdem an die Börse gehen sagte Joe Kaeser. Im zweiten Quartal rutschte Siemens Energy zusammen mit der Windkraftsparte Gamesa mit 317 Millionen Euro in die Mise, im Vorjahresquartal stand noch ein Plus von 205 Millionen Euro. Auch die Siemens-Tochter Flender die unter anderem Antriebsteile für Windkraftanlage herstellt, soll an die Börse abgespaltet und an die Börse gebracht werden. Bisher hieß es, das Unternehmen das einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro erwirtschaftet solle verkauft werden.



Siemens will aufgrund des Börsengangs sein Aktienrückkaufprogramm vorerst aussetzen. Dies habe allerdings technische Gründe und nichts mit der Corona-Krise zu tun, betonte ein Sprecher. Nach der Abspaltung von Siemens Energy soll der Aktienrückkauf fortgesetzt werden.


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