Cyberkriminelle drucken gefälschte Banknoten im Darknet

"Bank of Russia" druckte Blüten im Wert von einer Milliarde Rubel

Eine gut organisierte Gruppe von Online-Kriminellen hat in Russland Falschgeld im Wert von weiterhin als einer Milliarde Rubel verkauft. Die Kriminellen nutzten für ihre illegalen Geschäfte den Darknet-Marktplatz Hydra und gaben sich den Namen "Bank of Russia". Die kriminelle Organisation umfasste mehrere Dutzend Personen die einander nicht persönlich kannten. Sie druckten die gefälschten Banknoten in Nischni Nowgorod und verschickten sie über ein Transportunternehmen nach Moskau. Komplizen standen dort auf Zuruf bereit und hinterlegten das Geld in strategischen Verstecken.



Verdeckte Operation mit digitalen Währungen


Die Cyberkriminellen akzeptierten für ihre illegalen Geschäfte ausschließlich digitale Währungen als Bezahlung um ihre Spuren zu verwischen. Sie verkauften kleine Mengen gefälschter Banknoten für 30% ihres Nennwerts und Bulk-Banknoten ab 6․500 USD für nur 10-15% des Nennwertes. Die Gruppe war über ein Jahr lang aktiv und schloss mehr als 3․000 Transaktionen über Hydra ab.



Verhaftung der "Bank of Russia"-Betreiber


Die Polizei hat bereits drei Anführer des Verbrecherrings aus der Region Nischni Nowgorod festgenommen die das Falschgeld gedruckt haben. Eine 25-jährige Frau aus Moskau und ein etwa gleichaltriger Mann aus den Moskauer Vororten haben angeblich das Geschäft "Bank of Russia" auf Hydra gegründet und unterhalten. Die Polizei hat zudem zahlreiche andere Verdächtige identifiziert die aus ~circa․ 30 russischen Regionen kommen. Ihnen wird Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung und ebenfalls Geldfälschung vorgeworfen.



Beschlagnahmung von Beweisen


Die Ermittler fanden bei den Hausdurchsuchungen Farblaserdrucker Banknotenmodelle einen Laminator sowie Laptops und Fäden zum Einkleben von Emblemen in Banknoten und Rohlinge. Das russische Innenministerium teilte mit, dass es bisher in ihrer Praxis noch keine ähnlichen Fälle von solchem Ausmaß gab. Die Polizei hat in dem Fall eine Reihe von Verhaftungen vorgenommen und die Ermittlungen laufen seit dem letzten Jahr wie die ersten hochwertigen gefälschten Banknoten aufgetaucht sind.




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Kommentare

Die Verhaftung der "Bank of Russia"-Betreiber ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Cybercrime und Geldfälschung. Die Strafverfolgungsbehörden haben gezeigt, dass sie in der Lage sind ebenfalls in schwer zugänglichen Bereichen wie dem Darknet erfolgreich zu ermitteln. Der Fall verdeutlicht auch die Bedeutung von digitalen Währungen in illegalen Aktivitäten und die Bedrohung die von Cyberkriminellen für die globale Wirtschaft ausgeht.


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