United Internet steigert Gewinn und Kundenzahl

United Internet: Zuwachs bei Gewinn und Kunden

Der Telekommunikationsanbieter United Internet strebt eine stabile Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr an und plant eine deutlich höhere Dividendenausschüttung. Wie das Unternehmen aus dem MDax bekannt gab, soll die Ausschüttung für das vergangene Jahr bei 0⸴50 Euro pro Aktie liegen. Im Vorjahr betrug die Dividende lediglich 5 Cent, da United Internet mit seiner Tochterfirma 1&1 Drillisch teure Mobilfunkfrequenzen für den neuen 5G-Datenfunk ersteigert hatte. Der CEO des Konzerns, Ralph Dommermuth, besitzt etwa 42⸴5 Prozent der Aktien von United Internet. Das Unternehmen konnte den Gewinn und die Kundenzahl steigern.



Mehr Umsatz & Gewinn


Umsatz und Gewinn von United Internet sollen sich in diesem Jahr etwa auf dem Niveau von 2019 bewegen, heißt es in der Ad-hoc-Mitteilung. Da stieg der Umsatz um 1⸴8 Prozent auf 5⸴2 Milliarden Euro. United Internet macht derzeit ein schleppendes Hardware-Geschäft bei Smartphones und Tablets der Tochter 1&1 Drillisch zu schaffen, zudem reduziert das Unternehmen die Online-Werbeflächen bei den Privatkundenangeboten wie GMX & Web.de.


Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 5⸴4 Prozent auf 1⸴27 Milliarden Euro. Das war allerdings der geänderten Rechnungslegung bei Leasingverhältnissen zu verdanken, ohne diese wäre das operative Ergebnis um knapp 2 Prozent gesunken.


Unter dem Strich stand ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 396⸴4 Millionen Euro. Je Aktie stieg er auf 2⸴13 Euro nach 94 Cent ein Jahr zuvor. Vor allem die schwache Aktienkursentwicklung bei der Beteiligung Tele Columbus hatte United Internet 2018 hohe Wertminderungen eingebrockt.


Die Telekommunikationstochter 1&1 Drillisch, mit der United-Internet-Chef Ralph Dommermuth die etablierten Netzanbieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland angreifen will, steigerte die Zahl der Kundenverträge auf Jahressicht um 890․000. Bei 1&1 Drillisch allein stieg der Umsatz um 1⸴1 Prozent auf 3⸴67 Milliarden Euro der operative Gewinn sank um weiterhin als 5 Prozent auf 683⸴5 Millionen Euro.


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