Kostenloses Streaming mit Werbung: Plex erweitert Media-Server-Dienst

Streaming-Plattform Plex - Kostenloses Streaming, aber mit Werbung finanziert

Im Rahmen der CES 2019 kündigte Plex eine Erweiterung seines Media-Server-Dienstes an, die nun umgesetzt wurde. Das Unternehmen bietet ab sofort kostenloses Streaming an, das durch Werbung finanziert wird. Zusätzliche Funktionen wie offline-Serien sind kostenpflichtig, wobei man für eine lebenslange Mitgliedschaft 120 Euro zahlen kann. Die Plex-App steht für zahlreiche Geräte zur Verfügung, darunter Android und iOS, Alexa, Fire TV, Apple TV, Android TV, Chromecast, Mac, Playstation, Windows, Sonos, Xbox One, VR-Brillen wie Lenovo Mirage und Oculus Go sowie Smart TVs.



Wenig Auswahl für Deutschland


Im Programm sind dabei nicht nur Filme und Serien, sondern auch eine Youtube-ähnliche Plattform, Nachrichten, Podcasts. Es gibt zudem Musik in Form des TIDAL-Streaming-Dienstes, der kostet aber knapp zehn Euro extra im Monat.

Für Deutsche Kunden lohnt sich das PLex-Angebot aber nicht allzu sehr., denn auf dem deutschen Plex gibt es bisher nur relativ unbekannte Produktionen. Ganz anders in den USA, wo sich Filme wie wie Lord of War, Apocalypse Now oder Terminator finden.

Das deutsche Serienangebot ist mit zwei älteren Produktionen noch weniger beeindruckend und bisher zudem nur in Englisch ohne Untertitel verfügbar. Dafür scheint das Angebot bei Musikdokumentationen interessanter - Adele: Homecoming, Steve Aoki: Deadmeat und Katy Perry: The Outrageous World sind verfügbar.

Für Netflix und Co. ist Plex damit aktuell keine Konkurrenz, doch das kann sich in Zukunft noch ändern. Zumal Plex in den USA bereits Streaming-Partner wie MGM, Legendary, Lionsgate und Warner Bros aufzählt.



Plex als Vorreiter?


Plex öffnet damit aber jetzt bereits in einen Markt, der bisher nur von illegalen Streamingportalen bedient wird. Kostenloses Streaming, auch von TV-Shows, was aktuell aber nur in den USA möglich ist. Wie groß der Markt des IP-TVs ist, zeigte zuletzt eine Studie.

Laut dieser werden in Europa mit illegalem IPTV, also Fernsehen über Internet, jährlich bis zu 941 Millionen Euro verdient. Die Experten berücksichtigten bei diesen Einnahmen allerdings den Erwerb entsprechender Set-Top-Boxen und langfristige Abonnements.

Die Daten, die von den Experten ausgewertet wurden, stammen aus dem Tracking des Datenverkehrs zu Webseiten mit illegal kopierten Werken vom britischen Anbieter Muso. Mit seinem kostenlosen Angebot könnte Plex trotzdem die Konkurrenz zum Handeln zwingen, auch wenn es im Prinzip an klassisches Fre-TV erinnert - inklusive Werbung.

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