Autonome Autos erkennen Gefahren durch Schattenwürfe

Shadowcam des MIT soll autonome Autos um die Ecke schauen lassen

Das MIT hat eine neue Methode entwickelt um autonome Fahrzeuge sicherer zu machen. Durch die Auswertung von Schattenwürfen sollen die Autos erkennen, ob sich Gefahren aus unerwarteten Richtungen nähern. Das Konzept wurde bereits erfolgreich in einem Parkhaus getestet und präsentiert. Dadurch soll die Sicherheit im Straßenverkehr erhöht werden.



Die Technik die finanziert wird vom Toyota Research Institute, soll in der Lage sein, besser als das menschliche Auge minimale Änderungen an Schattenbildern zu erkennen und daraus zu schließen, ob ein Objekt um die Ecke kommt. So sollen autonome Autos Zusammenstöße vermeiden können die Technik sei ebenfalls noch denkbar zum Beispiel für Pflege- oder Versorgungsroboter in Krankenhäuser die auf den Fluren Menschen ausweichen könnten.


Besser als LiDAR


Bei der von den MIT-Forschern "Shadowcam" genannten Technik werden laufend Bilder der Umgebung angefertigt und miteinander abgeglichen. Sie sei dem herkömmlichen LiDAR überlegen – das nur sichtbare Objekte erkennen könne. Die Shadowcam ermögliche es autonomen Fahrzeugen weiterhin als eine halbe Sekunde schneller auf mögliche Kollisionen zu reagieren. Die Forscher räumen ein – dass das nicht nach viel klinge jedoch jeder Bruchteil einer Sekunde zähle vor allem für autonome Fahrzeuge in hohem Tempo.



An der kalifornischen Stanford Universität wird ähnlich wie an der Lösung des Problems gearbeitet, nicht sichtbare mögliche Gefahren zu erkennen. Dort wird an einem Laser-System gearbeitet, dessen Reflexionen ausgewertet wird. Der Kartenanbieter Here und der Autohersteller General Motors und der Zulieferer Mobileye setzen auf Echtzeitdaten vernetzter Autos.


Von innen nach außen


Die MIT-Technik hat sich in den Experimenten bisher nur in geschlossenen Räumen bewährt. Dort bewegten sich die Roboter langsamer fort und die Beleuchtung sei konsistenter als draußen, schreiben die Forscher. Für die Anwendung in autonomen Autos müsse die Technik noch verbessert werden. Die frühe Version habe noch sogenannte AprilTags verwendet, eine Art vereinfachter QR-Code, den die Roboter scannen und so ihre Position verorten.



Da es nicht praktikabel sei die Umwelt mit Tags zu versehen, kombinierten die Forscher Bildererfassung und eine neue visuelle odometrische Lageschätzung, ebenso wie sie sich auf Rovern auf dem Mars befinden. Nun soll die Shadowcam weiter für unterschiedliche Lichtverhältnisse in Innenräumen und in der Umwelt weiterentwickelt werden.


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