AMD Ryzen 3000: Erscheinen 7nm-APUs noch in 2019?

AMD Ryzen 3000: kommen 7nm-APUs noch 2019?

Ab dem 7. Juli wird mit Ryzen 3000 die 7nm-Fertigung für Desktop-Prozessoren eingeläutet, obwohl dabei der Ryzen 9⸴3950X erst ab September erhältlich sein wird. Allerdings sind bisher noch keine Ryzen-3000-Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit verfügbar. Es gibt jedoch Gerüchte, dass AMD bereits an der Entwicklung von 7nm-APUs arbeitet und diese möglicherweise noch in diesem Jahr auf den Markt bringt. Auf dem Next-Horizon-Gaming-Event kündigte AMD die Picasso-Reihe mit Ryzen 3⸴3200G & Ryzen 5⸴3400G an die jedoch technisch noch zu Zen+ (12nm) gehören und nicht zu Zen 2 (7nm).



Raven Ridge Refresh noch 2019?


In einem Gespräch mit einer AMD-internen Quelle will Wccftech nun Details zu einem »Raven Ridge Refresh auf 7nm-Basis« erfahren haben, das frühestens vier Monate nach dem Navi-Launch am 7. Juli veröffentlicht werden soll. Ein Launch der 7nm-APUs vor November dieses Jahres soll demnach ausgeschlossen sein - in Anbetracht der noch nicht veröffentlichten Picasso-Prozessoren scheint das schlüssig. Da ebenfalls AMDs Ryzen Threadripper mit 64 Kernen im mittleren bis späten vierten Quartal 2019 erscheinen soll, scheint ein Doppel-Launch durchaus denkbar - auch die CES 2020 (7. - 10. Januar 2020) ist ein realistisches Datum.


Geringere Strukturbreite und verbessertes Design


Laut Wccftech könnte AMD bei den »Raven Ridge Refreshes auf 7nm-Basis« auf eine überarbeitete 14nm-Zen-Architektur setzen die lediglich auf 7nm geschrumpft wird. Damit wären deutlich höhere Taktraten und geringere Leistungsaufnahme möglich. Ähnlich wurde bei AMDs Radeon VII verfahren - die Vega-20-GPU ist im Wesentlichen eine verkleinerte Vega 10. Neben der Verringerung der Strukturbreite könnte die Leistung pro Takt (IPC) auch durch den Einsatz der neuen TAGE-Sprungvorhersage (Ryzen 3000) verbessert werden. So könnte AMD die Performance deutlich steigern und gleichzeitig erhebliche Entwicklungskosten einsparen.


Mit Raven Ridge gegen Tiger Lake


2020 sollen Intels Tiger-Lake-Prozessoren (10nm+) mit Xe-iGPU veröffentlicht werden. Die Nachfolger der gerade erst erschienen Ice-Lake-Reihe (10nm Sunny Cove) sollen es auf maximal 2 TFLOPS Rechenleistung bringen - mit den Raven-Ridge-Refreshes könnte AMD dem entgegentreten wollen.


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