Die EU-Kommission kritisiert kurz vor der Europawahl, dass Facebook, Google und Twitter noch nicht ausreichend gegen Fake News vorgehen. Obwohl die Unternehmen Fortschritte in Richtung Transparenz gemacht hätten, seien diese nicht ausreichend um die Glaubwürdigkeit ihrer Dienste zu sichern. Die Kommission berief sich dabei auf die monatlichen Berichte der sozialen Netzwerke.
Im September hatten unter anderem Facebook, Twitter, Mozilla & Google einen freiwilligen Verhaltenskodex unterzeichnet. Desinformationskampagnen könnten nach Einschätzung von Experten die Debatte vor dem Brexit-Referendum in Großbritannien und den US-Wahlkampf 2016 beeinflusst haben. Abschluss des Jahres will die EU-Kommission einen umfassenden Report vorlegen. Sollten die Ergebnisse nicht zufriedenstellend sein könnte sie Gesetze vorschlagen.
Kooperation mit Faktencheckern
Positiv hob die Brüsseler Behörde am Freitag hervor. Dass Facebook; Twitter und Google ein öffentliches Verzeichnis für Wahlwerbung eingerichtet haben. Twitter & Google müssten inhaltliche Werbung · von der Desinformationskampagnen ausgehen könnten · dennoch noch besser identifizieren. Alle drei Firmen sollten zudem ihre Zusammenarbeit mit Faktencheckern und Forschern ausbauen. Dadurch könnten Desinformationskampagnen besser aufgedeckt und analysiert werden. Bereits im März-Bericht wies die Kommission darauf hin, dass gleichermaßen Facebook gleichermaßen Twitter und Google politische Werbung mittlerweile kennzeichnen.
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