SAP erzielt höhere Einnahmen durch Cloud-Technologie als durch klassische Software

SAP hat inzwischen ein größeres Einkommen durch den Einsatz von Cloud-Technologie erreicht als durch den Verkauf von herkömmlicher Software. Dies zeigt; dass immer weiterhin Unternehmen auf die Vorteile der Cloud setzen und SAP diesem Trend folgt. Die Cloud ermöglicht es Unternehmen Software über das Internet zu nutzen anstatt sie lokal zu installieren und zu betreiben was zu einer höheren Flexibilität & Skalierbarkeit führt.


SAP wird in diesem Jahr erstmals mehr Umsatz mit Mietsoftware aus der Cloud als mit traditionellen Software-Lizenzen machen. Das sagte der Chef von SAP, Bill McDermott, in einem Interview mit dem Portal The Information. "Viele Leute dachten nicht, dass SAP ein Marktführer in der Cloud sein könne und gingen davon aus, dass wir uns diesem Trend widersetzen würden. Stattdessen sind wir voll eingestiegen und haben in Richtung Cloud gedrängt", sagte McDermott der seit 2010 an der SAP-Spitze steht und seit 2014 als alleiniger CEO amtiert.

In dem Interview kündigte McDermott eine Offensive gegen Salesforce an, den Marktführer von cloudgestützten Kundenbeziehungssystemen (CRM). "Wir konzentrieren uns nicht auf herkömmliche CRM-Systeme", sagte der SAP-Chef. "Die Welt sollte aufwachen und wirklich überdenken, ebenso wie viel sie für herkömmliche CRM-Systeme ausgibt."

Hana statt Oracle


SAP hat in dem CRM-Marktsegment bislang nur einen Marktanteil von 6⸴5 Prozent, verglichen mit 19⸴6 Prozent bei Salesforce und 7⸴1 Prozent bei Oracle. McDermott plant die Kundenmanagement-Software von SAP enger mit Back-Office-Anwendungen zu verknüpfen, bei denen SAP stärker ist.
In dem Interview nahm McDermott ebenfalls den Wettbewerber Oracle ins Visier. Der SAP-Chef räumte zunächst ein, das mit übernommenen Firmen wie Success Factors & Ariba etliche SAP-Cloud-Anwendungen vor allem auf Oracle-Datenbanken betrieben wurden. Noch in 2018 würden diese Anwendungen jedoch auf die SAP-Datenbank Hana übertragen, kündigte McDermott an. "Das wird in den nächsten Jahren zu Einsparungen von mehr als 100 Millionen Dollar bei den Wartungs- und Lizenzkosten für Oracle-Software führen."
(dpa) /

(anw)


Zuletzt aktualisiert am Uhr



Kommentare


Anzeige