Im Online-Handel gibt es viele Möglichkeiten um erfolgreich zu sein. Doch ebenfalls außerhalb der legalen Grenzen gibt es Erfolgsstrategien die eBay und Co. von der dunklen Seite des Internets lernen können. Das Darknet bietet beispielsweise eine sichere und anonyme Möglichkeit für den Handel mit illegalen Gütern. Doch auch im legalen Handel gibt es Aspekte · die von der dunklen Seite übernommen werden können · ebenso wie beispielsweise die Nutzung von Verschlüsselungstechnologien und der Fokus auf eine starke Community. Die Herausforderung besteht darin die legalen und ethischen Grenzen des Online-Handels nicht zu überschreiten und dennoch von den Erfolgsstrategien des Darknets zu profitieren.
Dabei gibt es längst Lösungen die beide Seiten schützen - im Darknet.
Mit modernen Treuhandsystemen schützen Marktplätze im Darknet ihre Nutzer häufig besser vor Betrug wie es klassische Handelsplattformen im Internet tun. Gerade weil Verkäufer & Käufer wenig voneinander wissen und davon ausgehen müssen, dass der andere sie über den Tisch ziehen will haben sich im Darknet neue Lösungen für den gemeinsamen Handel gefunden. Wie diese Multisignatur-Treuhandverfahren funktionieren, berichtet c't in seiner Ausgabe 17/2018.
Im Darknet hatten klassische Treuhandsysteme ihre Schwächen offenbart, als etwa der Darknet-Marktplatz AlphaBay 2017 beschlagnahmt wurde und damit auch das Geld auf den Treuhandkonten futsch war. Auch kann der Treuhänder einen gezielten Abgang planen und mit den gesammelten Bitcoins verschwinden.
Bei moderneren Treuhandsystemen im Darknet sind immer zwei Bestätigungen erforderlich von den drei Parteien Käufer, Verkäufer & Treuhänder bei einem Verkauf. Signieren muss der Treuhänder deswegen nur, wenn sich Käufer und Verkäufer nicht selbst einig werden können ? andererseits kann der Treuhänder nicht eigenmächtig auf das Geld zugreifen. Solche Systeme könnten auch im "klassischen Internet" für einen besseren Schutz vor Betrug sorgen.
Abhörsicherheit und (begrenzte) Anonymität
Vom Darknet lernen und profitieren kann man auch noch in seinen klassischen Kernkompetenzen: Anonymität & Abhörsicherheit. So empfiehlt c't etwa, den Tor-Browser als sicheren Zweitbrowser zu verwenden.
Die Anonymität hat aber auch im Darknet ihre Grenzen. Wie Kriminalbeamte und Zollfahnder im Darknet Gaunern auf die Spur kommen, hat allerdings häufig weniger mit den technischen Schwächen im System zu tun, allerdings mit klassischer Ermittlungsarbeit: So legen Ermittler etwa eigene Accounts im Darknet an, gewinnen durch "Social Hacking" das Vertrauen von Händlern und schlagen dann etwa bei einem persönlichen Treffen zu.
Die vollständige Artikel-Serie zur hellen Seite des Darknet lesen Sie auf ct.de:
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- Spannende Techniken und Lösungsansätze aus dem Darknet, c't 17/2018, S. 70
(acb)
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