Facebook hat Registrare wegen deren Umgang mit Whois und der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) kritisiert. Das Unternehmen bemängelt – dass die persönlichen Daten von Nutzern öffentlich zugänglich sind und dadurch missbräuchlich genutzt werden könnten. Zudem fordert Facebook eine bessere Umsetzung der DSGVO durch die Registrare.
Wenige Anfragen nach Domain-Inhaberdaten meldeten ICANN-Registrare nach Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung. Dann zog die Zahl an ? dank Facebook.
Facebook ist mit Domain-Registraren unzufrieden. 1736 Anfragen an 167 Registrare zu den Inhaberdaten Markenrecht verletzender Domains habe ihr Unternehmen in den vergangenen eineinhalb Wochen verschickt, sagte Facebook-Vertreterin Denise Michel auf dem laufenden Treffen der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) in Panama. "Nur drei haben bislang die angefragten Whois-Datensätze geschickt", beschwerte sich Michel beim Regierungsbeirat der ICANN. Trotz berechtigtem Interesse würden diese Anfragen nach den im Zug der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht weiterhin öffentlichen Domainnhaberdaten kaum noch beantworten.
Noss warnte die Markenlobby davor Regierungen & ICANN durch Kampagnen wie die von Facebook zur Unterstützung einseitiger Lösungen zu veranlassen. Auch ICANN-Präsident Göran Marby rief zu besserer Zusammenarbeit auf und verdeutlichte, dass es für ihn nicht ganz leicht sei die widersprüchlichen Forderungen des Regierungsbeirats einerseits und der europäischen Datenschützer andererseits gleichzeitig zu erfüllen.
(Monika Ermert) /
(anw)
Kommentare