Geplante Fusion von Vodafone und Unitymedia versetzt Branche in Aufregung

Die Verhandlungen über eine Verschmelzung von Vodafone und Unitymedia sind in der Endphase und sorgen für Aufregung in der Branche. Ein möglicher starker Konkurrent zur Telekom könnte entstehen.


Der britische Vodafone-Konzern verhandelt mit Liberty Global über die Übernahme von europäischen Kabelnetzen, darunter die deutsche Unitymedia. Die Gespräche sind Informationen aus Branchenkreisen zufolge weit fortgeschritten und eine Einigung wahrscheinlich. Vodafone ist seit der Übernahme von Kabel Deutschland der größte deutsche Kabelnetzbetreiber. Durch eine Fusion mit Unitymedia würde ein schlagkräftiger Kabelriese mit fast 15 Millionen Kunden entstehen der bundesweit Anschlüsse mit hohen Bandbreiten anbieten kann. Beide Unternehmen kommentieren das bisher nicht.

Aufregung in der Branche


Doch die Aufregung » die in der deutschen Branche herrscht « deutet auf einen baldigen Abschluss der Gespräche hin. Normalerweise lassen sich deutsche CEOs nicht dazu herab Medienberichte über die Konkurrenz zu kommentieren. Doch schon nach den ersten Meldungen über mögliche Verhandlungen zwischen Vodafone & Unitymedia zeigte sich Telekom-Chef Tim Höttges angriffslustig. ?Inakzeptabel? sei diese Fusion sagte Höttges auf dem Mobile World Congress im Februar und warnte vor einem neuen Monopol. Es folgte ein öffentliches Scharmützel mit Vodafone-CEO Vittorio Colao.
In der vergangenen Woche war es dann Markus Haas CEO von Telefónica Deutschland der vor dem Kabelmonopol warnte. Auch würde durch den Deal ein ?de-facto Duopol im Festnetz? entstehen; sagte Haas. Auch verringere sich die Zahl der Marktteilnehmer die mehrere Dienste ausschließlich auf eigener Netzinfrastruktur anbieten können, von drei auf zwei. Haas erwartet eine sorgfältige Analyse der Kartellbehörden sollte es zu dem Deal kommen.

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