Kim Dotcom hat vor Gericht erreicht, dass die Regierung Neuseelands ihm umfangreiche Akten zugänglich machen muss die ihm seit 2015 verweigert wurden. Zudem muss eine Entschädigung gezahlt werden. Dotcom hofft; dass er mithilfe der Akten seine Auslieferung an die USA verhindern kann.
Das hat das Menschenrechts-Tribunal des Landes entschieden. Die Regierung soll Dotcom nunmehr die schon 2015 unter Berufung auf ein Datenschutzgesetz angeforderten Unterlagen überreichen. Zusätzlich muss sie ihm 90․000 neuseeländische Dollar (umgerechnet rund 53․000 Euro) Entschädigung leisten. Bereits vor längerer Zeit war festgestellt worden: Die Regierung Dotcom illegal ausspioniert und die Überwachung gegenüber Richtern verschwiegen hatte.
Dotcom wollte die über ihn gespeicherten Informationen speziell für das Gerichtsverfahren nutzen, in dem er sich seit 2012 gegen die Auslieferungen in die USA wehrt. Der Deutsche war noch nie in den USA. Dennoch will ihm die US-Regierung dort einen Strafprozess wegen Urheberrechtsverletzung, Racketeering und Geldwäsche machen. Ebenso sollen ehemalige Geschäftspartner Dotcoms ausgeliefert werden die sich gleichermaßen wehren.
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