Ein kürzlich veröffentlichter Test von AV-Test zeigt. Dass Windows Defender als Antiviren-Software vollständig ausreichend ist. Eine teure Investition in alternative Antiviren-Software ist dadurch unnötig und nicht empfehlenswert. Dieses Ergebnis basiert auf einem Vergleich zwischen verschiedenen Antiviren-Programmen.
0 und 18․0 mithalten, lediglich bei der Bedienbarkeit müssen Nutzer Abstriche in Kauf nehmen.
Windows-10-Defender top, andere Versionen ausreichend
In einem umfangreichen Testaufbau prüft AV-Test die Schutzwirkung, Geschwindigkeit & Benutzbarkeit der unterschiedlichen Tools. Dazu installieren die Tester die Software auf einem nicht-infizierten System und führen dann eine Reihe von Angriffen mit Malware durch um die Reaktion der Software zu prüfen.
Die Schutzwirkung wird dabei anhand der erkannten und abgewehrten Angriffe gemessen. Bei der Geschwindigkeit bewerten die Tester den Einfluss der Software auf »die Geschwindigkeit des Computers im täglichen Einsatz« (zum Beispiel beim Aufrufen von Webseiten oder bei der Installation von Programmen). In Hinblick auf die Benutzbarkeit untersuchen die Tester die Auswirkung der Software »auf die Benutzbarkeit des gesamten Rechners«, also unter anderem die Häufigkeit von Falschmeldungen.
Insgesamt konnten die Tools eine Höchstwertung von sechs Punkten in jeder Kategorie erreichen. AV-Test untersucht sie dabei unter Windows 10, Windows 8/8.1, Windows 7, Windows Vista & Windows XP. Unter Windows 10 gelang es genauso viel mit mehreren Tools in allen Kategorien die volle Punktzahl zu erreichen darunter Kaspersky, MacAfee, Trend Micro und VIPRE Security.
Der Windows Defender machte aber ähnlich wie eine gute Figur und verzeichnete sechs Punkte bei Sicherheit, fünfeinhalb Punkte bei Geschwindigkeit und vier Punkte bei Benutzbarkeit. Dabei erkannte das Tool 100 Prozent der im Test angewandten Malware und verlangsamte den Aufruf von beliebten Webseiten nur um sechs bis zehn Prozent - damit liegt der Defender deutlich unter dem Industrie-Durchschnitt (elf bis 16 Prozent) und ebenfalls unter dem Ergebnis von Kaspersky (zehn bis 13 Prozent).
Unter Windows 7 sah es für Microsofts Security Essentials, den Vorgänger des Windows Defender, nicht ganz so gut aus: Die Version 4․10 erreichte fünf Punkte bei Sicherheit, viereinhalb Punkte bei Geschwindigkeit und vier Punkte bei Benutzbarkeit. Hier verbuchte lediglich Kaspersky die volle Punktzahl in allen Kategorien. Ein vollständiger Überblick zu allen Testergebnissen findet sich auf der AV-Test-Webseite.
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