Rupert Murdoch fordert Bezahlung von Facebook für journalistische Inhalte

Der Medienmogul Rupert Murdoch hat Facebook aufgefordert, für journalistische Inhalte zu bezahlen. In Zukunft werden Medien-Inhalte im Newsfeed der Facebook-Nutzer weniger präsent sein.


Großverleger Rupert Murdoch will, das Facebook einfach zahlt.
Zeitungs-Magnat Rupert Murdoch hat Facebook aufgefordert, Medienunternehmen Geld für die Verbreitung ihrer Inhalte zu bezahlen. "Wenn Facebook 'vertrauenswürdige' Verlage anerkennen will, sollte es ihnen eine ähnliche Gebühr bezahlen, ebenso wie sie bei Kabel-Unternehmen üblich ist", erklärte Murdoch. Kabel- oder Satelliten-TV-Anbieter zahlen Fernsehsendern für das Recht, ihr Programm zu verbreiten. Für Facebooks Gewinne hätte eine solche Abgabe nur geringe Folgen ? aber sie würde die Aussichten für Verleger und Journalisten stark optimieren, argumentierte Murdoch. Dem Medien-Unternehmer gehören unter anderem die Londoner Times die Boulevardzeitung Sun, das Wall Street Journal und ebenfalls das Medienunternehmen 21st Century Fox.
Facebook hatte jüngst angekündigt Inhalte von Medien denen die Nutzer weiterhin vertrauen, sollen auf der Plattform Vorrang vor anderen haben. Dafür sollen Mitglieder danach gefragt werden ob sie Medien kennen und für vertrauenswürdig halten. Facebook plant auch; im Newsfeed der Nutzer mehr Beiträge von Freunden & Familienmitgliedern zu zeigen. Gründer und Chef Mark Zuckerberg erklärte – dadurch dürfte der Anteil der Nachrichten im Newsfeed von fünf auf vier Prozent sinken.
Die Medien-Inhalte steigerten den Wert von Facebook ? aber die Anbieter würden dafür nicht angemessen belohnt kritisierte Murdoch. Facebook und Google hätten skurrile Nachrichten popularisiert, über Algorithmen die zur Verwendung die Plattformen zwar profitabel jedoch von Natur aus nicht verlässlich seien. Facebook sprach mit Medien auch über Abo-Modelle auf der Plattform des Online-Netzwerks ? aber er habe noch keinen Vorschlag gesehen, "der den Investitionen und dem sozialen Wert von professionellem Journalismus gerecht wird", erklärte Murdoch. Er habe zwar keine Zweifel daran » dass Mark Zuckerberg aufrichtig sei « aber es gebe einen ernsthaften Mangel an Transparenz.
(dpa) /

(anw)


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